A Run around my Life – Philipp Reiter

Die Motivation:

A26V9336-2-1200Als mein Spezl Martin und ich im Spätsommer 2012 die Besteigung des Großglockners (3.798m), des höchsten Bergs Österreichs, über die Mayerl-Rampe aufgrund von zu schlechten Eisbedingungen abbrechen mussten und stattdessen auf der anderen Seite des NO-Grates abgestiegen sind um nicht den gleichen Weg zurückgehen zu müssen, hatten wir die Länge des Rückwegs zum Parkplatz an der Franz-Josefs-Höhe schlichtweg unterschätzt: Auf den 20 km zurück zum Auto, voll bepackt mit Eiskletterausrüstung und schweren Hochtourenstiefeln, haben wir unserer misslungenen Tour einfach den hochtrabenden Namen „Großglocknerumrahmung“ gegeben. Zurück zu Hause habe ich das dann ohne besonderen Grund gegoogelt und gesehen, dass es diese Tour wirklich als 7-Tages-Wanderung gibt. Aber warum denn in 7 Tagen wenn es doch theoretisch möglich wäre es innerhalb eines Tages auch zu schaffen?!?!

Die Herausforderung:

22002 wurde die sog. „Glocknerrunde“ in Zusammenarbeit von Österreichischem Alpenverein (OEAV) und dem Nationalpark Hohe Tauern als 7-Tages-Rundwanderung konzipiert. Die Idee dabei ist den höchsten Berg der Alpenrepublik einmal komplett zu umrunden, alpine Schutzhütten und Gasthöfe der Nationalparkgemeinden dienen als Rast- und Unterkunftsmöglichkeiten. Die ca. 95 km lange Route führt auf markierten Steigen durch hochalpines Gelände entlang an Gletscherseen, markanten Felsgipfeln und über liebliche Almwiesen, den im ewigen Eis verpackten Riesen immer im Blick. Dabei müssen etwa 8.000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg überwunden werden. Mein Ziel war es nun diese Strecke zusammen mit meinen Freunden in Angriff zu nehmen und dabei meine Geschichte, wie ich überhaupt zum Laufen gekommen bin, mit ihnen quasi Nachzuerzählen.

Die Strecke im Überblick:

_MG_7669-2-1200Im großen und Ganzen habe ich mich an die Originalstrecke der Glocknerrunde gehalten. Um jedoch dem Bustransfer von der Gletscherbahn Kaprun bis zum Stausee Mooserboden zu entgehen (ich ollte ja alles „per pedes“ machen), bin ich von der Gleiwitzerhütte über die „Obere Jägerscharte“ und dem „Kempsenkogel“(3090m) direkt zum Stausee Mooserboden gelaufen. Dass dies keineswegs eine Abkürzung ist, ergibt sich schon aus der Tatsache, dass es somit fast 900 Höhenmeter mehr sind und die Gratkletterei einem Klettersteig ähnelt.

Außerdem habe ich die Strecke in 5 Etappen eingeteilt und am Ende jedes Abschnitts habe ich mich jedes mal wieder gefreut, einen netten Motivator mit mir zu haben. Danke, an die beiden Martins, Jonathan, Stephan und Gripmaster für die aufmunternden Worte, die netten Gespräche und die super Eindrücke 🙂

Alles in allem wurden 6 Schutzhütten passiert, 8 Bergkämme überschritten und 7 Gipfel erklommen – eine Umrundung der Superlative! Hier der Link zur kompletten Tour:
http://www.movescount.com/routes/route324721-Groglocknerumrundung

Ein herzliches Dankeschön an alle Helfer und Sponsoren, die die Verwirklichung meines Projekts erst ermöglicht haben!!! Exzellente Arbeit Gripmastertrails.com, SchneiderOutdoorVisions, ANfilms 🙂

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