Damit es sich auch wirklich rentiert…

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Welcome to Mountainbikers Paradise

Glücklicherweise wurde ich auch heuer wieder zur jährlich stattfindenden Salomon Advanced Week eingeladen und dieses Jahr sollte dieser professionellst angelegte Prototypentest und das Material(fein)tunig in Moab/Utah in den USA von 4. bis 9. April stattfinden. Um die zwei Tage Jetlag nach der 24-stündigen Reise über Frankfurt, Denver und Grand Junction besser überstehen zu können, sind mein schottischer Teamkamerad und Spezl Tom Owens und ich einfach schon eine Woche vorher angereist. Da Tom leider immer noch ein bisschen mit einer äußerst hartnäckigen Sehnenscheidenentzündung am Knöchel zu kämpfen hat, wurden unsere Trailaktivitäten einfach auf zwei Reifen verlegt – mit vollem Erfolg!

Beginners

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Total konzentriert unterwegs!

Dass das amerikanische Mountainbiking nicht mit unserem vergleichbar ist, wurde uns spätestens dann klar, als die Frage nach dem Verleih von Hardtrail-Bikes nur mit einem energischen Kopfschütteln beantwortet wurde, “Full Suspension” ist dort definitiv ein Muss! Mit ein bisschen Übung uns den obligatorischen Blessuren (ouch! ;-)) konnten wir fast mit den “Lokies” mithalten und ebenso über die Singletrails schaukeln.

Endless rides

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Independent Monument

Für uns Europäer ist die Weite dieser Landstriche einfach nur erstaunlich – auf einer 4-stündigen Rennradtour wird man gerade von zwei Autos überholt und sieht keinen einzigen Menschen, dafür aber eine grandiose Landschaft.

Günstig und Gut!

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Abenteuerliche Unterkunft gefällig? @Lazy Lizard Hostel

Da das Ausleihen der Bikes ein “Fortune” kostet, haben wir uns in das Lazy Lizard Hostel am Stadtrand von Moab einquartiert. In dieser scheinbaren Jugendherberge leben neben einigen Dauer-Überwinterern in 6-Mann-Schlafsälen einige wirklich schräge Typen – der einäugige Bandit erzählt jeden morgen von seinen unglaublichen Biketouren und kommt uns dann völlig fertig die Hauptstraße mit einem leeren Kinderanhänger entgegen, der immer von Alkoholdampf umgebene Chris schreibt schon mal für eine 30min Taxifahrt eine Quittung auf eine am Boden gefundene Visitenkarte, der offensichtliche Besitzer tippt ständig qualmend Zahlen in seine 60er-Jahre Kasse um seinen Tagesgewinn auszurechnen  und auf der Toilette begegnet man dann Gestalten vor denen man normalerweise bei Tageslicht davonrennen würde. Allerdings haben wir ein eigenes, erstaunlich sauberes Bungalow für uns und die Leute sind wirklich total freundlich und hilfsbereit.

 

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“Ich glaube wir sollten uns ein bisschen beeilen!”

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Ja, man kann hier auch Jeeps mieten

Klassiker

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Slickrock Bike-Trail

Da man wohl so bald nicht wieder die Gelegenheit hat nach Moab zu kommen, wollte ich auf jeden Fall den Slickrock-Trail befahren und mal schauen ob das wirklich so “great fun” ist wie ständig behauptet wird. Das besonders daran ist, dass man ausschließlich auf dem nackten Felsen fährt und auf die kletterschuhähnliche Haftung seiner Reifen vertrauen muss. Ständig wechseln sich kurze steile Abfahrten und fast senkrechte Anstiege an den Felsbuckeln auf der 14,5km langen Strecke ab. Gerade die Querungen sind äußerst gewöhnungsbedürftig und wenn man den Trailhead wieder verlässt hat man auch 600Hm in den Beinen.

Am Mittwoch geht es dann in Red Cilffs Lodge um die europäische Trailrunning-Gesandschaft dort zu treffen. Das wird auf jeden Fall wieder eine spannende Sache werden 🙂

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Immer geradeaus auf der La Sal Mountain Loop

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So schön kann es in der Wüste also auch sein…